Kapitel 9: Das Erwachen aus der Zeitfalle
Die Stille, die auf das Zerbersten des schwarzen Kristalls folgte, war nicht friedlich. Sie war schwer und drückend, wie eine Decke aus Blei. Hänsel und Gretel standen zitternd inmitten der Ruinen, der Rauch der explodierten Drohne stieg noch in dünnen, grauen Fäden in den Himmel.
„Wir haben es geschafft“, flüsterte Gretel. Ihr Atem bildete kleine Wolken in der Luft. „Sie ist weg.“
Hänsel nickte langsam. Er fühlte sich seltsam leicht, fast so, als würde er nicht mehr ganz auf dem Boden stehen. Doch als er versuchte, seinen Rucksack zu richten, bemerkte er etwas Beunruhigendes. Seine Kleidung, die vor wenigen Stunden noch sauber und modern gewesen war, sah plötzlich aus, als hätte er Wochen in der Wildnis verbracht. Der Stoff war an vielen Stellen zerrissen, verblasst und mit einer dicken Schicht aus Schmutz und Moos überzogen.
Gretel sah an sich herab und stieß einen unterdrückten Schrei aus. Ihr Haar, das sie kurz geschnitten hatte, war sichtlich gewachsen und wirkte struppig und ungepflegt. Ihre Hände waren schmutzig, ihre Nägel gebrochen.
„Hänsel... was ist passiert?“, fragte sie mit einer Stimme, die heiser und trocken klang.