Kapitel 8: Der Preis der Wahrheit
Die Hexe wurde durch die plötzliche Eruption von Energie zurückgeworfen. Ihr Schattenkörper flackerte und wurde transparent. Für einen Moment war sie verwundbar, eine bloße Projektion, die durch die rohe Gewalt eines elektrischen Kurzschlusses erschüttert worden war.
„Jetzt!“, schrie Hänsel.
Gretel zögerte nicht. Sie stürzte vorwärts, nicht auf die Hexe zu, sondern auf den goldenen Käfig. Sie wusste, dass der schwarze Kristall das Herzstück dieser Macht war. Mit einem einzigen, kraftvollen Stoß kickte sie den Käfig mit all ihrer Wut und ihrer Verzweiflung gegen die scharfen Kanten der kristallinen Ruinen.
Das Gold verbog sich, und der schwarze Kristall prallte gegen den vitrifizierten Boden.
Ein Geräusch, wie das Zerbrechen von tausend Spiegeln, erfüllte die Luft. Der Kristall zersplitterte in Millionen kleiner, glitzernder Fragmente.
Mit dem Bruch des Kristalls verschwand die Hexe. Es gab kein Abschiedswort, kein finales Lächeln. Sie löste sich einfach auf, als wäre sie nie mehr als ein schlechter Traum gewesen, der durch das Erwachen beendet wurde.
Die Stille, die folgte, war absolut.