Kapitel 10: Das Schweigen der Triebwerke - 51 / 72 Seiten

Kapitel 10: Das Schweigen der Triebwerke

Ich starrte aus dem Fenster. Das Schwarz des Alls wirkte plötzlich nicht mehr wie ein Abenteuer, sondern wie ein Grab. Ich dachte an meine Eltern, an den kleinen Schraubenschlüssel in meiner Tasche und an Fine. Ich spürte eine tiefe, lähmende Verzweiflung. War das alles? War mein Traum an einem defekten Injektor gescheitert?

Stunden vergingen. Oder waren es Minuten? In der Schwerelosigkeit und der Stille verliert man das Gefühl für die Zeit. Ich driftete langsam in Richtung eines riesigen Gesteinsbrocken, und ich wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis die Kollision eintreffen würde.

Doch dann, mitten in der Stille, knackte das Funkgerät. Es war kein klarer Satz, nur ein fragmentiertes Signal, ein verzerrtes Rauschen, in dem ich eine vertraute Stimme erkannte.

„...Charlie... hörst... du... mich... Bin... David... habe... dich... lokalisiert...“

Ich klammerte mich an das Gerät. „David! Ich bin hier! Mein Triebwerk ist tot! Ich drifte!“