Kapitel 10: Das Schweigen der Triebwerke - 52 / 72 Seiten

Kapitel 10: Das Schweigen der Triebwerke

„Ruhig... bleiben...“, seine Stimme war immer noch schwach, aber sie war da. „Ich... sehe... dich. Du bist in der Nähe von Sektor 4-B. Dort... gibt es... etwas. Ein altes... Frachtschiff. Ein Wrack... aus den frühen Kolonisationszeiten. Es driftet seit Jahrzehnten im Ring. Ich habe... die Pläne... geprüft. Die RT300-Modelle von damals... hatten... die gleichen... Grundkomponenten wie dein Injektor.“

Ich lachte hysterisch. „Du willst, dass ich ein Ersatzteil aus einem jahrzehntealten Wrack hole? Während ich im freien Fall bin?“

„Es ist die einzige Chance, Charlie! Wenn du das Teil findest, kannst du es mit den Not-Werkzeugen einsetzen. Es wird nicht perfekt sein, es wird dein Schiff nicht wieder auf Spitzenleistung bringen, aber es wird dich aus dem Ring herausholen. Ich schicke dir die Koordinaten, sobald ich das Signal stabilisiere.“

Die Verzweiflung wurde durch einen Funken Hoffnung ersetzt. Es war ein absurder Plan, ein fast schon suizidaler Versuch, aber es war das einzige, was ich noch hatte.

Ich nutzte die letzten Reste meiner Manövrierdüsen, um meine Flugbahn zu korrigieren. Es war ein mühsamer Prozess, Millimeter für Millimeter, während ich gegen die Strömungen des Rings ankämpfte.

Und dann sah ich es.