Kapitel 1: Staub und Sterne - 1 / 72 Seiten

Kapitel 1: Staub und Sterne

Ich erinnere mich an den Geruch von altem Eisen und trockenem Staub. Es war dieser spezifische Geruch, der in der kleinen Werkstatt meines Vaters hing – ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen schien, während über uns die ganze Welt in den Orbit schoss. Wir lebten in einer Zeit, in der die Erde sich anfühlte wie ein Museum: wunderschön, ehrwürdig, aber irgendwie am Ende ihrer Kräfte. Während die Nachrichten von den glitzernden Megastädten in China sprachen und von den riesigen KI-Fabriken, die in den Ressourcen-Systemen ganze Flotten aus dem Boden stampften, saßen wir in einem kleinen Haus am Rande einer Stadt, die ihre besten Tage längst hinter sich hatte.

Ich war zehn Jahre alt, und für mich bestand das Universum aus zwei Dingen: den Geschichten meines Bruders Felix und dem silbernen Punkt am Nachthimmel.

Felix war zwölf. Er war für mich nicht einfach nur ein großer Bruder; er war der Navigator meiner Träume. Felix besaß diese Art von unerschütterlichem Selbstvertrauen, das ich damals nur bewunderte. Er konnte mir stundenlang erklären, wie die Gravitationssenken der Hubs funktionierten und warum der Mond der wichtigste Ort im Sonnensystem war.