Kapitel 12: Wenn Masken fallen - 62 / 72 Seiten

Kapitel 12: Wenn Masken fallen

Felix sah in die Ferne, zu den glitzernden Trümmern des Meteor-Rings. „Ich konnte nicht zurückkommen, Charlie. Nicht so. Ich wollte, dass du mich als jemanden siehst, der es geschafft hat. Ich habe Jahre auf Schrottplaneten verbracht, in den dunkelsten Ecken der Galaxis. Ich habe die RM3500 nicht gekauft – ich habe sie gebaut. Teil für Teil, aus dem Müll der anderen, in einer Werkstatt, die kaum mehr als eine Blechhütte im Staub war.“

Er legte eine Hand auf meine Schulter. „Ich wollte, dass du deinen eigenen Weg findest. Ich wollte nicht, dass du in meinem Schatten stehst, sondern dass du dein eigenes Licht entzündest. Und als ich dich im Rennen sah... als ich spürte, wie du dich an die Grenze deiner Maschine wagst... wusste ich, dass du bereit warst.“

Ich sah zu meiner RT300, dem kleinen, zerbeulten Monster, das mich gerade ans Ziel gebracht hatte. Und dann sah ich zu ihm.

„Du bist ein Idiot, Felix“, sagte ich, und zum ersten Mal seit Jahren lachte ich, während mir immer noch die Tränen über die Wangen liefen.

„Vielleicht“, antwortete er und zog mich wieder in eine Umarmung. „Aber ich bin ein Idiot mit einem verdammt schnellen Schiff.“