Kapitel 12: Wenn Masken fallen
Felix sah mich an. Ein schmales, fast schon schmerzhaftes Lächeln stahl sich auf seine Lippen.
„Du hast dich verbessert, Kleiner“, sagte er. Seine Stimme war tiefer geworden, rauer, aber sie trug immer noch diesen Unterton von ironischer Zuneigung, der mir das Herz fast zerriss.
Ich stürzte auf ihn zu. Es gab keine Worte, keine formellen Begrüßungen, keinen Platz für den Stolz oder den Zorn über die Jahre des Schweigens. Ich krallte mich an seinem Anzug fest, als wollte ich sicherstellen, dass er keine Projektion war, kein Geist aus meinen Sehnsüchten.
Wir hielten uns fest, mitten auf dem Podium, während die Drohnen uns aus jedem Winkel filmten. Mir war egal. Die Galaxis konnte zusehen, wie ich weinte. Ich weinte um die Jahre, in denen ich ihn vermisst hatte, um die Einsamkeit der Nächte auf der Erde und um die schiere, überwältigende Erleichterung, dass er wieder da war.
„Warum?“, fragte ich zwischen zwei Schluchzern, während ich mich leicht von ihm löste, ihn aber immer noch an den Schultern hielt. „Warum hast du dich nie gemeldet? Warum dieses Spiel im Rennen?“