Kapitel 7: Zwei Schiffe, ein Himmel
Fine hatte mir von den finanziellen Opfern ihrer Familie erzählt, die sie in ihr Schiff investiert hatten. Während ich durch die Ersparnisse meiner Familie und die Unterstützung von Felix eine gewisse Sicherheit hatte, lebte Fine auf einer Gratwanderung. Ihr Schiff war wunderschön, aber es war teuer im Unterhalt. Jede Reparatur, jede neue Energiezelle fraß einen Teil ihres geringen Budgets auf.
Ich bemerkte es an den kleinen Dingen. Sie begann, seltener zu tanken. Sie verbrachte mehr Zeit in den Job-Börsen des Hubs als in der Werkstatt. Ihr Lächeln war immer noch da, aber es erreichte nicht mehr immer ihre Augen.
„Alles okay?“, fragte ich sie eines Abends, als wir am Rand eines Asteroiden-Rings schwebten und beobachteten, wie das Licht eines fernen Sterns sich im Eis brach.
„Ja, natürlich“, antwortete sie, doch ihre Stimme klang hohl. „Nur ein bisschen Müdigkeit. Die Zertifizierungen für die Langstrecke sind anstrengend.“
Ich wollte es nicht forcieren. Ich wollte diesen Moment der Perfektion nicht zerstören. Aber die Wahrheit holte uns ein.
Zwei Wochen später kam sie in die Werkstatt. Sie trug nicht ihre Fliegerjacke, sondern ein einfaches ziviles Hemd. Ihr Blick war gesenkt.
„Ich habe es verkauft, Charlie“, sagte sie leise.