Kapitel 6: Wartesaal der Träume - 29 / 72 Seiten

Kapitel 6: Wartesaal der Träume

Sie drehte den Kopf und sah mich an. Ihre Augen waren hell und wach, mit einem Funken von Ironie, der mich sofort faszinierte. „Ich bin Fine“, sagte sie.

„Charlie.“

„Du bist der mit der RT300, richtig? Ich habe dich und diesen hyperaktiven Typen mit den Locken in der Werkstatt gesehen.“

Ich lächelte. „David ist schwer zu übersehen.“

„Er ist ein Genie“, sagte Fine, und ein weicherer Ton schwang in ihrer Stimme mit. „Aber er ist auch ein Chaos. Ich glaube, er hat versucht, meinen Schiffstyp mit einer illegalen Plasma-Leitung zu verbinden, während ich nur kurz weggesehen habe.“

„Hat es funktioniert?“, fragte ich neugierig.

„Fast“, grinste sie. „Es hat fast funktioniert, bevor die Sicherung mit einem Knall weggeflogen ist. Aber es war ein verdammt spannender Moment.“

In den folgenden Tagen wurde die Lounge von einem Ort der Qual zu einem Ort der Begegnung. Wir verbrachten Stunden damit, über unsere Träume zu reden. Fine kam aus einer ähnlichen Situation wie ich; sie stammte aus einer Familie, die alles in den Bau ihres ersten Schiffes investiert hatte. Sie wollte nicht einfach nur fliegen; sie wollte die Grenzen des Netzes erkunden, Orte finden, die auf keiner Karte standen.