Kapitel 3: Der Abschied am Mond-Hafen
Felix bemerkte es auch. Mein Bruder war mit achtzehn Jahren zu einem Mann geworden, der die Last der Verantwortung früher spürte als die meisten anderen. Er war immer noch der Navigator, der Abenteurer, aber in seinen Augen war ein neuer Ernst eingezogen.
Dann kam der Tag, an dem er die Nachricht erhielt.
Er hatte sich bei einer Fernerkundungsflotte beworben – eines dieser riesigen Schiffe, die in die unkartierten Sektoren vordrangen, um neue Ressourcenquellen zu finden. Die Bezahlung war exzellent, aber der Vertrag war langfristig. Es bedeutete, dass er die Erde für Jahre verlassen würde.
„Es ist die einzige Möglichkeit, Charlie“, sagte er zu mir, als wir in meinem Zimmer saßen. Er hielt einen kleinen Datenchip in der Hand, seinen Vertrag. „Wenn ich jetzt gehe, können wir die Schulden der Eltern tilgen. Du kannst dir eine richtige Ausbildung suchen. Du kannst dir deine RT300 leisten, ohne dass wir uns fragen müssen, ob wir nächsten Monat noch ein Dach über dem Kopf haben.“
„Ich will nicht, dass du gehst“, sagte ich, und meine Stimme klang plötzlich wieder wie die des zehnjährigen Jungen.