Kapitel 2: Die Festung des Barons
Der Abstieg in den Kerker war der schwierigste Teil. Die Luft wurde kälter und feuchter, und der Geruch von Moder und altem Eisen lag in der Luft. Die Treppen waren steil und rutschig. Schließlich erreichten sie die unterste Ebene, wo die Zellen in einer langen Reihe angeordnet waren. Die Türen bestanden aus massivem Eisen, und an jeder hingen schwere Vorhängeschlösser.
„Da ist er!“, flüsterte Leo und zeigte auf die letzte Zelle am Ende des Ganges.
Hinter den Gitterstäben saß ein älterer Mann mit einer langen, weißen Nase und einer Brille, die schief auf seinem Gesicht saß. Er sah erschöpft aus, aber in seinen Augen brannte noch immer ein Funke von Intelligenz und Würde. Es war Meister Alaric.
„Meister Alaric!“, rief Leo leise.
Der Gelehrte schreckte auf und blickte an den Gittern entlang. Als er die Gumbibären sah, hielt er kurz inne. Er blinzelte, rückte seine Brille zurecht und sah dann auf die bunten Wesen. „Nun“, sagte er mit einer ruhigen, tiefen Stimme, „ich habe in meinen Büchern viel über die Wunder der Welt gelesen, aber ich muss zugeben, dass ich nie erwartet hätte, dass mich bunte Gummibälle aus einer anderen Dimension retten würden.“