Kapitel 2: Die Festung des Barons
Die Bären lachten leise. „Wir sind keine Gummibälle, wir sind Gumbibären! Und wir sind hier, um Sie rauszuholen.“
Die Herausforderung war nun das Schloss. Es war riesig und aus massivem Stahl. Einer der Bären, der besonders geschickt mit seinen Fingern war, versuchte, das Schloss mit einem kleinen Stück Metall zu knacken, das er im Dachboden gefunden und mitgenommen hatte. Doch das Schloss war zu komplex.
Plötzlich hörten sie schwere Schritte auf dem Steinflur. Die Wachen kamen zurück. Panik brach aus.
„Schnell!“, zischte Leo.
In einem Moment plötzlicher Inspiration erinnerte sich einer der Bären an die extreme Dehnbarkeit seines Körpers. Er schob sich nicht durch die Gitterstäbe, sondern er formte sich förmlich durch sie hindurch, presste seinen Körper so flach und schmal, dass er in die Zelle schlüpfen konnte, ohne die Gitter zu verbiegen. Einmal drinnen, griff er nach dem Schlüssel, der an einem Haken an der Wand hinter dem Gefangenen hing – ein Detail, das der Baron wohl aus Arroganz übersehen hatte, da er glaubte, niemand könne in die Zelle gelangen, ohne die Tür zu öffnen.