Kapitel 14: Das Echo der Vergangenheit - 70 / 72 Seiten

Kapitel 14: Das Echo der Vergangenheit

Sie waren gealtert, ja. Die Haare von Vater waren fast vollständig weiß geworden, und Mutter wirkte zerbrechlicher, ihre Hände zitterten leicht. Aber als sie uns sahen, geschah etwas, das die Zeit aufzuheben schien.

„Charlie? Felix?“, flüsterte Mutter.

Es gab keine Worte, die diesen Moment hätten beschreiben können. Es war eine Explosion aus purer, unverfälschter Freude. Wir stürzten uns auf sie, eine einzige, große Umarmung, in der die Jahre der Trennung, der Sorgen und der Stille einfach weggespült wurden. Ich spürte die Wärme ihrer Haut, den vertrauten Duft von Lavendel und altem Papier, und ich wusste: Ich bin zu Hause.

Wir verbrachten die nächsten Tage in einem Zustand glücklicher Zeitlosigkeit. Wir saßen im Garten, erzählten von den fernen Welten, den absurden Rennen und der Wuffi. Wir gaben unseren Eltern den finanziellen Rückhalt, den sie so lange gebraucht hatten, und sahen zu, wie ein Lächeln zurückkehrte, das jahrelang verblasst war. Es war ein Moment vollkommener Heilung.

Doch in der fünften Nacht, als ich gerade dabei war, in den Schlaf zu sinken, vibrierte das Kommunikationsgerät auf meinem Nachttisch. Es war ein Prioritäts-Signal, verschlüsselt und mit einer Frequenz, die nur Felix und ich kannten.