Kapitel 14: Das Echo der Vergangenheit - 69 / 72 Seiten

Kapitel 14: Das Echo der Vergangenheit

Wir stiegen in einen der Jumper. Die Fahrt dauerte knapp eine Stunde – eine Zeitspanne, die vom Weltraumministerium strikt vorgeschrieben war, um die Sicherheit der atmosphärischen Übergänge zu gewährleisten. Während wir tiefer in die blaue Atmosphäre der Erde eintauchten, sah ich die grünen Wälder und die glitzernden Meere, die ich so lange nur aus Simulationen und alten Fotos gekannt hatte. Die Erde war teurer geworden, die Städte waren gewachsen, aber der Geruch von Regen und Erde, der uns beim Aussteigen in den Empfangsbereich begrüßte, war unverändert geblieben.

Wir nahmen ein Taxi in das kleine Dorf unserer Kindheit. Der Weg führte uns an alten Obstgärten und sanften Hügeln vorbei, die mir fast zu friedlich vorkamen nach dem Chaos des Meteor-Rings.

Als wir vor dem kleinen, weißen Haus mit dem roten Dach hielten, hielten wir beide kurz inne.

„Glaubst du, sie erkennen uns sofort?“, fragte ich leise.

Felix lächelte, doch seine Augen waren feucht. „Ich glaube, eine Mutter erkennt ihre Söhne immer, egal wie viele Lichtjahre dazwischen liegen.“

Wir gingen den kleinen Pfad zum Haus hinauf. Die Tür schwang auf, noch bevor wir geklopft hatten.

Dort standen sie. Elena und Marcus.