Kapitel 14: Das Echo der Vergangenheit
Ich ging ins Wohnzimmer. Felix stand bereits dort, das Gerät in der Hand, sein Gesicht plötzlich bleich, die Freude der letzten Tage wie weggewischt.
„Was ist es?“, fragte ich besorgt.
„Ein Signal“, sagte er heiser. „Aus dem Sektor 7-G. Ein Notruf.“
Er spielte die Aufnahme ab. Es war kein technischer Code, sondern eine Stimme. Eine Frauenstimme, verzerrt und erschöpft, aber mit einer Unterton-Frequenz, die Felix sofort erkannte.
„...Felix... wenn du das hörst... wir haben es kaum geschafft... die Kinder... sie fragen nach dir...“
Die Stille, die in den Raum trat, war schwerer als jede Gravitationswelle. Ich starrte meinen Bruder an.
„Kinder?“, flüsterte ich.
Felix sah mich an, und in seinen Augen spiegelte sich ein ganzer neuer Kontinent aus Geheimnissen und Verantwortung. Er dachte an die Zeit auf den Ressourcen-Planeten, an die Menschen, die er dort getroffen hatte, und an ein Leben, das er hinter sich gelassen hatte, um seine Identität zu verbergen.
„Ich... ich wusste es nicht“, sagte er leise. „Oder ich wollte es nicht wissen. Aber jetzt...“
Er sah hinaus in den Nachthimmel, zu den Millionen von Sternen, die nun nicht mehr nur wie ferne Lichter wirkten, sondern wie ein Versprechen und eine Warnung zugleich.