Kapitel 3: Die Flucht und die Rückkehr
Die Stimmung im Kerker schlug augenblicklich von Erleichterung in höchste Alarmbereitschaft um. Ein gellender Schrei hallte durch die Gänge der Burg – es war die Wache, die die leere Zelle entdeckt hatte. Das Echo des Schreis wurde schnell von einem hohlen Donnern überlagert: die Alarmglocken der Festung begannen zu läuten.
„Wir müssen hier raus! Und schnell!“, rief Leo.
Meister Alaric, obwohl im Alter, bewahrte die Ruhe. „Folgt mir! Es gibt einen alten Entwässerungskanal, der direkt unter der Burg verläuft. Er ist schmutzig und eng, aber er führt uns weit genug weg von den Toren, um nicht sofort gefasst zu werden.“
Die Gruppe stürzte sich in die Dunkelheit. Sie rannten durch Gänge, die so eng waren, dass Leo und Alaric sich kaum bewegen konnten, während die Gumbibären einfach an den Wänden entlangglitten oder über die Köpfe der anderen sprangen. Der Kanal war eine Herausforderung – das Wasser war eisig, und der Geruch war kaum zu ertragen. Doch die Bären nutzten ihre Elastizität, um als eine Art lebende Brücke zu dienen, sodass der alte Gelehrte und der junge Page sicher über tiefe Schlaglöcher im Kanalboden steigen konnten.