Kapitel 1: Das Portal in die Vergangenheit
Es war ein regnerischer Dienstagnachmittag, die Art von Tag, an dem die Welt draußen in einem endlosen Grau versinkt und die einzige vernünftige Entscheidung darin besteht, sich in die wärmsten Ecken des Hauses zurückzuziehen. Für die Gumbibärenbande bedeutete dies heute den Dachboden. Der Dachboden war ihr Lieblingsort, ein staubiges Labyrinth aus alten Kisten, vergessenen Möbelstücken und dem süßen Geruch von altem Papier und trockenem Holz. Hier, zwischen einer kaputten Stehlampe und einem Stapel ausgedienter Zeitungen, verbarg sich ein Ort, den sie „das Archiv der Wunder“ nannten.
Während sie mit einer besonders großen Kiste rangen, die anscheinend seit den 1950er Jahren nicht mehr bewegt worden war, stieß einer der Bären auf etwas, das nicht in eine Umzugskiste passte. Es war ein Buch. Aber es war kein gewöhnliches Buch. Der Einband bestand aus einem tiefroten, schweren Leder, das sich unter den Fingern fast warm anfühlte. Es gab keinen Titel auf dem Rücken, nur eine goldene Prägung auf dem Cover: ein offenes Tor, umgeben von wirbelnden Sternen.
„Was glaubt ihr, was das ist?“, fragte der kleinste der Bande, während er neugierig an dem Leder roch.