Kapitel 13: Die Wuffi & Der Goldrausch - 65 / 72 Seiten

Kapitel 13: Die Wuffi & Der Goldrausch

Ich sah auf die RM3500. Sie war das Fundament, das massive Chassis, das Felix auf einem Abfallplaneten aus Schrott und Willenskraft erschaffen hatte. Die RT300 hingegen war mein Herzstück, mein Instrument der Präzision. Die Idee, sie zu verschmelzen, fühlte sich an wie eine Metapher für uns selbst – zwei Brüder, die lange getrennt waren und nun ihre unterschiedlichen Erfahrungen zu etwas Neuem vereinten.

Wir nannten das Ergebnis die „Wuffi“. Der Name war ein Insider-Witz aus unserer Kindheit, eine Erinnerung an einen kleinen, tollpatschigen Hund, den wir einmal auf der Erde gesehen hatten. Es war ein absurder Name für eine Maschine, die das Potenzial hatte, die Rennwelt zu erschüttern, aber genau das machte es perfekt.

Die Wuffi war ein technisches Paradoxon. Sie besaß die bullige Silhouette der RM3500, aber ihre Linien waren durch aerodynamische Anpassungen geschärft worden. Im Inneren pulsierte ein Hybrid-Antrieb, der ein tiefes, resonantes Brummen von sich gab, das man eher im Brustkorb spürte als mit den Ohren hörte.

Der Testflug war eine Offenbarung. Felix saß an den primären Energiesteuerungen, ich an den präzisen Manövrierdüsen. Wir waren nicht mehr zwei separate Piloten in zwei verschiedenen Schiffen; wir waren ein einziger Organismus.

„Jetzt, Charlie!“, rief Felix.