Kapitel 6: Wartesaal der Träume
Es war eine Zeit der Erwartung. Wir wussten, dass wir bald in die Luft gehen würden und dass das Leben uns danach in verschiedene Richtungen zerreißen könnte. Aber in der Blase der Lounge, zwischen den tickenden Uhren und den nervösen Piloten, fühlte es sich an, als gäbe es nur uns zwei.
Als meine RT300 schließlich die Zertifizierung bestand, war ich glücklich. Aber als ich Fine ansah, die immer noch auf ihr Schiff wartete, spürte ich einen Stich von Wehmut. Ich wollte nicht einfach nur abheben; ich wollte, dass sie mit mir kam.
„Wir sehen uns da oben, Charlie“, sagte sie und gab mir die Hand. Ihr Griff war fest und trocken.
„Ich werde auf dich warten“, versprach ich.
Ich verließ die Lounge nicht als ein Pilot, der endlich sein Schiff besessen hatte. Ich verließ sie als jemand, der zum ersten Mal begriff, dass die Sterne zwar wunderschön waren, aber dass sie viel weniger einsam waren, wenn man jemanden hatte, mit dem man über sie sprechen konnte.