Kapitel 3: Der Abschied am Mond-Hafen - 14 / 72 Seiten

Kapitel 3: Der Abschied am Mond-Hafen

Wir standen am Terminal für die Fernerkundungsflotte. Felix trug seine neue Uniform, die ihm hervorragend stand und ihn plötzlich viel älter wirken ließ. Meine Eltern standen neben mir; meine Mutter weinte leise, mein Vater hielt ihre Hand fest, seine Augen starrten starr nach vorne, als wollte er die Realität des Abschieds ausblenden.

Felix trat einen Schritt vor und umarmte meine Eltern. Dann drehte er sich zu mir. Er zog mich in eine feste Umarmung, so fest, dass ich fast keine Luft mehr bekam. Er flüsterte mir ins Ohr, so leise, dass nur ich es hören konnte:

„Pass auf sie auf, Charlie. Und vergiss niemals, dass die Sterne uns beide erwarten. Wir trennen uns nur für eine Weile, aber wir finden uns wieder. Versprochen.“

Er löste die Umarmung und gab mir einen kleinen, metallischen Gegenstand in die Hand. Es war ein alter, abgenutzter Schraubenschlüssel aus der Werkstatt unseres Vaters, den er heimlich modifiziert hatte. In den Stahl war ein kleines Symbol eingraviert: zwei Sterne, die durch eine Linie verbunden waren.

„Ein Glücksbringer“, sagte er mit einem schiefen Grinsen. „Damit du dein Schiff nicht komplett zerlegst, bevor ich zurückkomme.“