Kapitel 3: Die Flucht und die Rückkehr - 16 / 17 Seiten

Kapitel 3: Die Flucht und die Rückkehr

„Ihr habt mein Leben gerettet, und ihr habt meinem Meister seine Freiheit zurückgegeben“, sagte Leo mit einer Stimme, die vor Dankbarkeit zitterte. „Ich werde euch niemals vergessen.“

Meister Alaric nickte weise. „Ihr habt mir gezeigt, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern dass man trotzdem handelt, wenn es richtig ist. Ihr seid kleine Wesen, aber euer Herz ist so groß wie diese Burg.“

Plötzlich wurde das Flimmern zu einem blendenden Licht. Ein gewaltiger Sog erfasste die Gumbibären. Mit einem letzten Winken und einem herzlichen Lachen wurden sie in den Wirbel aus Licht und Farben gezogen. Die Welt der Ritter, die glänzenden Rüstungen, die grünen Wälder und die lachenden Gesichter von Leo und Alaric verschwanden in einem Sekundenbruchteil.

Plopp!

Die Gumbibären landeten wieder auf dem weichen Moos – nein, nicht auf Moos, sondern auf dem staubigen Holzboden des Dachbodens. Um sie herum lagen immer noch die alten Kisten und die kaputte Stehlampe. Es war immer noch regnerisch draußen, und das Grau des Nachmittags hüllte das Haus ein.

Das rote Lederbuch lag vor ihnen. Die Seiten waren nun geschlossen, und die goldene Prägung des Tores schien nun ruhig zu sein, fast so, als würde es schlafen.