Kapitel 5: Die Schmiede der KIs
Ich fuhr herum. Neben mir stand ein junger Mann, der fast so aussah, als wäre er selbst aus einem Haufen Ersatzteilen zusammengebaut worden. Er trug eine ölverschmierte Kombison-Hose, die an drei Stellen geflickt war, und seine Haare waren ein wildes Nest aus braunen Locken, in denen ein kleiner Schraubendreher steckte. Er bewegte sich ständig – er tippte mit den Fingern auf seinen Oberschenkel, wippte auf den Zehen und seine Augen huschten rastlos über die Bildschirme der Fabrik.
„Ja“, antwortete ich etwas überrumpelt. „Warum?“
„Weil die RT300 in der Standardkonfiguration ein verdammter Klumpen Schrott ist!“, rief er aus, wobei er fast in mich hineinsprang. „Ich meine, klar, die Agilität ist legendär, aber die KI-Fabriken bauen sie viel zu konservativ. Die drosseln den Brennstofffluss, um die Stabilität zu gewährleisten, aber damit nehmen sie der Maschine die Seele! Wer eine RT300 fliegt, muss sie tunen. Wenn du sie nicht tunest, fliegst du ein sehr teures, sehr schnelles Spielzeug, aber kein echtes Schiff.“
Ich starrte ihn an. „Ich weiß das. Ich habe die Handbücher studiert. Ich plane, die Brennkammern zu modifizieren, sobald ich sie in den Händen halte.“