Kapitel 4: Das Erbe der Stagnation
Der Abschied von meinen Eltern war anders als der von Felix. Es war kein plötzlicher Riss, sondern ein schmerzhafter, langsamer Prozess. Es war das Gefühl, einen Teil von mir selbst zurückzulassen, um einen anderen Teil zu finden.
„Bring uns keine Schande“, scherzte mein Vater am letzten Morgen, doch seine Augen waren feucht. Er reichte mir den kleinen, modifizierten Schraubenschlüssel, den Felix mir gegeben hatte. „Nimm ihn mit. Er gehört in ein Cockpit, nicht in eine Schublade.“
Ich drückte den Schlüssel fest in meiner Hand.
Als ich die Puddle-Jumper-Station erreichte, um den Flug nach Asien anzutreten, blickte ich noch einmal zurück auf die grauen Dächer unserer Stadt. Ich spürte eine Wut in mir – eine kalte, klare Wut über die Tatsache, dass ich meine Heimat verlassen musste, um eine Zukunft zu haben. Die Welt war ungerecht, die Technik war ungleich verteilt, und die Schwerkraft der Armut war fast so stark wie die der Erde.
Doch als ich in die Kapsel stieg und das Zischen der Druckschleuse hörte, verwandelte sich die Wut in Entschlossenheit. Ich würde nicht nur dorthin gehen, um zu lernen. Ich würde dorthin gehen, um zu gewinnen.